Organsiationsentwicklung Blog

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Impulse zum Nachlesen!

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Pro und Contra innovativer Kommunikations-Architekturen

Die Spielregeln in der Realwirtschaft sind klar: Am Ende muss stets der finanzielle Erfolg stehen. Was nützen tolle Ideen, Konzepte und Angebote, wenn sie nicht die gewünschten Effekte in der realen Businesswelt fördern? Daher sind Dinge wie Innovation, Strategie, Organisation und Personalentwicklung auch kein reiner Selbstzweck. Letztlich geht es stets darum, einen Vorteil im Vergleich zu den Wettbewerbern zu erlangen und darüber neue Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen. Kommunikations-Architekturen haben da eine ähnliche Aufgabe. Sie wirken als Transmissionsriemen in einer komplex gewordenen Unternehmensrealität. Sie verbinden die Menschen,schaffen ein gemeinsames Verständnis und machen Unternehmen agil und reaktionsschnell. Alles klar! – Alles klar?

Wissen: Zwischen Geheimnis und neuer Offenheit

Schauen wir genauer hin: Gerade in der Realwirtschaft ist Know-how ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Und da kommt die Problematik ins Spiel. Wie heißt es so schön: Wissen ist Macht. Und was dieser Machtfaktor bedeutet, wird nicht erst in Zeiten von NSA und Wirtschaftsspionage erkennbar. Wo härtester Wettbewerb herrscht, sind Geheimnisse überlebenswichtig. Kommunikation hat hier eher die Aufgabe, falsche Fährten zu legen, Image zu produzieren und Menschen zu manipulieren. Vor diesem Hintergrund werden Möglichkeiten für Transparenz und Beteiligung von manchem als störend, um nicht zu sagen, gefährlich erlebt. Warum sollte gerade hier in offenere KommunikationsArchitekturen investiert werden, wo anderswo Geheimniskrämerei zur Kunstform erhoben wird?

Die Antwort ist einfach: Offene Kommunikation und Beteiligung haben einen positiven Einfluss auf die Kreativität der Menschen und die Innovationsfähigkeit von Organisationen. Das ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen und anerkannt. Mehr noch: Offenheit, Dialog und Teilhabe sind Voraussetzungen für tiefgreifende nachhaltige Veränderungen.

Wer Impulse von innen und außen zulässt und aktiv fördert, hat im Wettbewerb um die besten Köpfe und die besten Ideen die Nase vorn. Das ist wiederum die Grundlage, um die besten Produkte und Dienstleistungen hervorzubringen. Und das hilft dabei, den Mitbewerbern Marktanteile streitig zu machen und die Organisation zukunftsfähig zu halten. Offenheit und beteiligungsorientierte Kommunikation sind daher keine Schönwetter-Veranstaltungen, sondern zentrale Bedingungen für nachhaltigen Unternehmenserfolg, die sich durch die beteiligten Akteure in direkten Wert übersetzen.

Vorsprung durch Transparenz

Die Pro- und Contra-Betrachtung macht klar, dass es bei beteiligungsorientierter Kommunikation um eine Risikoabwägung zwischen zwei Polen geht: Wollen wir Vorsprung durch Geheimnis? Und/oder wollen wir Vorsprung durch Transparenz? Damit verbunden ist dann auch die Frage nach dem Geschäftsmodell: Sind wir als Unternehmen ein closed shop – quasi eine Art Geheimbund – mit immer weiter abnehmender Halbwertszeit? Oder sind wir offen und auf Dialog angelegt? In einer sehr dynamischen, komplexen und immer vernetzteren Welt spricht vieles für die letztere Variante. Nicht der protektionistisch angelegten Logik gehört die Zukunft, sondern Geschäftsmodellen, die Mut und Bereitschaft zur Öffnung in sich tragen.

Vertrauensverlust hemmt Innovation

Halten wir fest: Aus ökonomischer Sicht sind aktive Kommunikation und Beteiligung ein „immaterielles Wirtschaftsgut“ mit enormen Möglichkeiten. Innovative Unternehmen zeigen das. Sie verstehen sich als offene Marktplätze für Interaktion und Kommunikation. Hier wird zum Beispiel Zeit und Raum gegeben, neue Ideen zu entwickeln und zu diskutieren. Die damit verbundene Transparenz und personelle Anerkennung hat entscheidend Einfluss auf das Vertrauen, das Verständnis und die Befindlichkeit der Menschen. Und das wiederum hat entscheidenden Einfluss auf die nachhaltige Entwicklung der Organisation. Deshalb sind Unternehmen, die lange mit ihren Mitarbeitenden zusammen arbeiten wollen, gut beraten, das „immaterielle Wirtschaftsgut“ der guten Kommunikation bewusst zu pflegen. Organisationen, die nicht auf freiwilligem nachhaltigem Engagement basieren, haben dagegen wenig Chancen, über eine längere Zeit mit denselben Menschen erfolgreich zu sein. Denn sie sind deutlich stärker auf Verschleiß, Verliererkultur und Motivationsverlust angelegt. Und das sollten sie sich nur leisten, wenn sie sich sicher sein können, dass sich immer wieder neue Menschen für diese Art von Verschleiß, gegebenenfalls für eine Menge Geld als Gegenwert,  zur Verfügung stellen.

Dabei sein ist Alles – und mehr als ein Motivationsprogramm

Für all diejenigen also, die nachhaltige Unternehmensentwicklung in Übereinstimmung mit den Menschen betreiben wollen, ermöglichen offene und beteiligungsorientierte KommunikationsArchitekturen tatsächlich neue Wege. Sie erschaffen unerwartete Impulse und den Austausch darüber. Und sie erzeugen Konsens. Und dies dient der gemeinsamen Weiterentwicklung. Eine wichtige Leistung ist dabei das Vernetzen von Wissensträgern, die so ihre Wissensentwicklung immer weiter aufeinander beziehen. Ergänzend kann dann über Systematisierungen auch das Unternehmenswissen deutlich anwachsen. Auf diese vielfältige Weise ermöglichen beteiligungsorientierte KommunikationsArchitekturen organisationale Evolution. Und genau das brauchen nachhaltige ausgerichtete Unternehmen: die Möglichkeit, sich an überlebenswichtigen Fragestellung immer wieder neu zu erfinden. Und das geht nur im Dialog und Miteinander. So entstehen neue Werte, die nicht nur den finanziellen Erfolg des Unternehmens sichern, sondern es auch für die Zukunft attraktiv und wettbewerbsfähig halten.

Jürgen Alexander Lehmmann/Dr. Markus Wendt 

 




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