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Aufbruch in neue Arbeitswelten

Elfsights beim Human Capital Club in München

Verteilte Co-Working Arbeitsplätze, gläserne Büros und Workshopräume in eine ehemalige Lagerhalle integriert - so präsentierte sich der Impact Hub im Herzen Münchens als ideales Ambiente für unseren Kreativ- und Perspektiv-Workshop am 22. Februar 2018. In der großzügig gestalteten „Arena“ versammelten sich 35 Entscheidungsträger und Gestalter aus verschiedenen Branchen, von Forschung & Lehre über Consulting bis hin zu Energie und Finanz, um am gemeinsamen Leitthema „Aufbruch in neue Arbeitswelten“ zu arbeiten.

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Nach einer Begrüßung durch den HCC-Vorstandsvorsitzenden, Peter Friedrichs, führte Dr. Markus Wendt in die Thematik des Abends ein. Zwar werde allseits viel von #Digitalisierung, #Disruption, #Industrie40 oder #NewWork geredet, doch sei selten klar, was dies konkret bedeute. Laut einer aktuellen Studie der IDG Research Services sehen 40 Prozent der Unternehmen die Entwicklung zum Arbeitsplatz der Zukunft bereits weit fortgeschritten, während nur 21 Prozent der befragten Mitarbeiter diese Meinung teilen. So werde die digitale Transformation oft nur als technische Herausforderung verstanden, bei der Aspekte wie Führung, Unternehmenskultur und Mitgestaltung leider nur eine untergeordnete Rolle spielten.

Vor diesem Hintergrund starteten die Workshop-Teilnehmenden nun ihre interaktive Auseinandersetzung mit der Frage: „Wie sieht die Arbeitswelt von Morgen aus?“ Hierzu führte Jürgen A. Lehmann, Geschäftsführer von Elfsights, die Anwesenden in fünf Schritten der durch die Brick Session Methode - von der Auswahl der wichtigsten Themen über die individuellen Ausprägungen und den Zielszenarien hin zu konkreten Handlungsfeldern für die nächsten Jahre. Die insgesamt neun Kleingruppen begaben sich in einen intensiven Austausch und stellten sich im Anschluss die Ergebnisse gegenseitig vor.

 

Neues Führungsverständnis als zentrales Thema

Die Frage, wie moderne erfolgreiche Führung auszusehen hat, wurde von den Teilnehmenden branchenübergreifend am häufigsten diskutiert. Als wichtige Anforderungen für die Zukunft wurden genannt: ein verbesserter Austausch zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden über fachliche Themen hinaus, größere Offenheit und mehr soziale Kompetenz. Auch ginge es künftig mehr um Autonomie und Selbstorganisation statt um klassische Kontrolle. Weiterhin müssten die Förderung des Einzelnen und die Vorbereitung der Beschäftigten auf Veränderungen, neue Rollen, Anforderungen und Kompetenzen deutlich intensiviert werden. Hier scheint ist einigen Entwicklungsbedarf zu geben.

Als weiteres wichtiges Zukunftsthema kristallisierte sich eine stärkere Orientierung an den Bedürfnissen der Kunden heraus. Dabei ginge es darum, im engem Dialog mit diesen noch nützlichere Produkte und Dienstleistungen anzubieten sowie noch stärker kundenorientierte Prozesse aufzusetzen.

Neben diesen in allen Gruppen festgestellten Herausforderungen gab es auch zahlreiche Besonderheiten. So schätzt sich der Bereich Forschung & Lehre zwar durchaus als innovativ ein, sieht aber gleichzeitig noch deutlich Luft nach oben im Bereich der interdisziplinären Zusammenarbeit und Co-Creation. Bei den anwesenden Finanzdienstleistern dagegen wurde angesichts des dramatischen Wandels in der Branche besonders diskutiert, die Belegschaft künftig noch besser auf künftige Veränderungen vorzubereiten. In beiden Fällen wurde auch hier dem Thema Führung eine besondere Bedeutung beigemessen, um die künftigen Herausforderungen zu meistern.

 

Empirische Auswertung – Der Agilitäts-Kompass

Blogartikel_Präse_Kompass.jpgMit den Daten der durchgeführten Brick Sessions wurde im Anschluss computergestützt der sogenannte Agilitäts-Kompass erstellt. Er macht die agilen Werte sichtbar, die es in Zukunft zu realisieren gilt, um als Unternehmen oder Branche produktiv, dynamisch und erfolgreich zu sein. Von allen vier Werten zeigte sich „Sinnbezug/Kundenorientierung“ dabei als bereits am besten realisiert. Der größte kollektive Handlungsbedarf wurde beim Wert „Kollaboration/Zusammenarbeit“ sichtbar. Als besonderes Problem wurde hier gesehen, dass sich viele Beschäftigte überlastet fühlen und sich angesichts von Druck und Veränderungen innerlich zurückziehen, so dass die interdisziplinäre Zusammenarbeit vernachlässigt wird.

Die abschließende sehr engagierte Diskussion beim gemeinsamen Get-together verdeutlichte, dass aus Sicht aller Teilnehmenden der Aufbruch in neue Arbeitswelten bereits in vollem Gange ist. Dabei hat die Arbeit mit der Brick Session manchen interessanten Gesprächs- und Handlungsimpuls geliefert, machte aber auch allen Beteiligten klar, dass es noch viel zu tun gibt.




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